Elefanten am Kilimanjaro

In den Chyulu Mountains,
                 auf dem Dach Afrikas und im Amboseli Nationalpark

Sicher träumt fast jeder Berggeher von den steinernen Berühmtheiten dieser Welt - Mount Everest, K2, Aconcagua, Matterhorn - um nur einige zu nennen. Und ganz sicher gehört auch der Kilimanjaro mit seinen verschiedenen Gipfeln in die Reihe dieser Traumberge. Aus der Ferne, aus Europa, ist er das ganz bestimmt. Doch wie wird es sein, wenn man den ernsthaften Versuch einer Besteigung unternimmt? - Sechs Tage dauerten Auf- und Abstieg über seine Flanken. Das Ganze war eingerahmt von einem zweitägigen Eingehprogramm in den Chyulu Mountains und einer abschließenden Kurzsafari im Amboseli Nationalpark.

Ein bisschen Kili-Geologie: Vier Gipfelbezeichnungen werden in dieser Erzählung eine Rolle spielen. Aus einiger Distanz, zum Beispiel aus der Ebene des Amboseli Nationalparkes in Kenia, lassen sich im Massiv des Kilimanjaro zwei Erhebungen deutlich unterscheiden: Der Vulkankegel des „Kibo“ und der felsig schroffe, europäischen Bergvorstellungen eher entsprechende Vielzack des „Mawenzi“ (5149 m). Der „Kibo“ hat das klassische Aussehen eines Vulkankegels, dessen obere, an verschiedenen Stellen noch gletscherbewehrte Kappe mehrere Kilometer misst. Am Hauptgipfel „Kibo“ werden mehrere markante Punkte unterschieden: Zuvorderst natürlich der höchste Punkt Afrikas, der „Uhuru Peak“ (5895m). Darüber hinaus hat auch jene Stelle, wo Nutzer der Hauptroute, vom Sattel kommend, nach steilem Anstieg zum ersten Mal über den Kraterrand blicken, einen besonderen Namen: Gilman’s Point (5681m). Viele Besucher begnügen sich mit einem Foto vor der entsprechend beschrifteten Tafel und treten unverzüglich wieder den Rückweg an. Ihnen bleiben zwar die sich elend hinziehende Sechstelrunde auf dem Kraterrand des Kibo und die letzten über 200 Höhenmeter erspart. Dafür fehlen dann aber auch einige der schönsten Eindrücke, die man als Bergsteiger haben kann …

Wer diesen Reisebericht lesen möchte, sollte viel Zeit mitbringen. Es ist nicht einfach eine Aneinanderreihung von Tagen, Abläufen und Fakten. Mir ging es nicht um eine kühle Chronik. Was ich unternehme, ist nicht weniger als der Versuch, diese Tage in den Chyulu Mountains, auf dem Kilimanjaro und bei den Elefanten im Amboseli Nationalpark vor dem inneren Auge lebendig werden zu lassen. Und es galt mir, auch die eher unwichtigen, mal lustigen, dann wieder kuriosen, zuweilen auch unangenehmen Begebenheiten vor dem Vergessenwerden zu bewahren. Wer sich nur kurz über Voraussetzungen und Umstände eines Kilimanjaro Trekkings informieren möchte, sollte dies woanders tun, er würde mich nach Stunden anstrengenden Lesens verfluchen …

Noch eine Anmerkung: Wie bezeichnet man die Bewohner Kenias oder Tansanias, wenn unmissverständlich klar gemacht werden soll, dass es sich um einen der farbigen Begleiter handelt. "Farbiger", "Schwarzer"? Ich habe beide Bezeichnungen oft verwendet, bin mir aber bewusst, dass es abwertend klingen kann. Ich meine die Begriffe positiv und verwende sie vor allem um lebendiger und verwechslungsfrei zu formulieren. Alle Menschen sind gleich. Leider müssen sie häufig ihrer Hautfarbe wegen Nachteile in Kauf nehmen ...

 


Geschafft!
Ein bewegender Augenblick ...


In den grünen Hügeln Afrikas ...

Besucher:
 


Wunderbare Stunden im Amboseli Nationalpark ...